Dazu gibt es eine leichte und eine schwere Antwort. Die leichte Antwort
heißt: Die gibt es bereits. Alle Beitrage des Buchs sind bekanntlich eine
Nachnutzung oder selektive Aufbereitung von Material aus Bertals Blog. Im Blog
gibt es zurzeit 424 Beiträge, davon ein weiteres Dutzend Porträtskizzen, die es
nicht in das Buch schafften. Fünf zusätzliche Interviews erschienen im Laufe
diesen Jahres. Die schwierige Frage heißt: Sollte es wieder ein Papierbuch oder Analogbuch
geben. Es geht hier um ein aBuch (a = alt oder analog) und nicht um ein eBuch
(e = elektronisch oder digital). Etwas Handgreifliches, etwas zum Verschenken.
Das Lesenkönnen ist ja Nebensache. Das kann man ja heute bereits, auch ohne
aBuch.
Rul Gunzenhäuser und ich haben beschlossen, dass wir uns nicht für noch
ein aBuch stark machen werden. Das betrifft sowohl eine Ergänzung des
vorliegenden Buches (auch erweiterte Auflage genannt), als auch einen zweiten
Band. Das heißt aber nicht, dass wir Kolleginnen oder Kollegen im Wege stehen
werden, die solche Gelüste empfinden.
Argumente für einen zweiten Band liefern ja viele der Leser (oder
Betrachter) des ersten Bandes. Das Problem der fehlenden Frauen würde sich
nicht sehr verbessern, obwohl ihre Zahl sich inzwischen verdoppelt hat. Das
dieser und jener Kollege nicht beachtet wurde, ließe sich nur denn lösen, wenn
es jemanden gäbe, der es zu machen riskieren würde. Fordern ist die eine Sache,
die Arbeit ordentlich zu machen, ist eine andere. Wie immer bei einem (Buch-) Projekt,
stellt sich die Frage der Zielgruppe. Ein aBuch hat eine andere als ein eBuch,
ein Blog andere als eine eFachzeitschrift oder eine eTageszeitung. Im Blog sind
es offensichtlich sehr stark junge Menschen, die als Leser in Frage kommen.
Information über und für junge Leute zieht daher die Besucher eines Blogs an.
Die Zahlen über einige bisher nur im Blog erschienene Interviews scheinen dies
zu bestätigen.
In Bertals Blog erlaube ich es mir, Themen Platz einzuräumen, einfach
weil ich sie für wichtig halte. Deshalb musste ein ehemaliger Diplomand von mir
zu Wort kommen, der heute mit über 20 Software-Patenten großen Respekt seiner
Kollegen und seiner Firma genießt. Oder der Kollege, der sich mit agilen Methoden
auch praktisch abmüht und diese in der Führungskräfte-Schulung verantwortet.
Ich hatte zu jedem Zeitpunkt Listen mit je 5-6 Namen aus folgenden Gebieten:
deutsche Praktiker, deutsche Akademiker, internationale Praktiker und
Akademiker. Es sind Leute, von denen ich weiß, dass sie etwas zu sagen haben. Sollte jemand die
Absicht haben, ernsthaft an meinem Projektle weiterzuarbeiten, darf er sich jederzeit
an mich wenden.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen